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Cloud Computing und seine Mythen: Wahr oder falsch?

Amon Menzel Amon Menzel on 01.10.2015 14:22:00 in Digitalisierung & Produktivität

Cloud Computing und seine Mythen: Wahr oder falsch?

Wer vor Jahren vorhergesagt hätte, dass die Cloud heute Allgemeingut im Betriebsleben sein würde, bekommt nur zur Hälfte Recht. Zwar experimentieren Betriebe lustig drauflos mit der Cloud, aber echte Riesenschritte bleiben aus. Mangel an Kenntnis, Angst vor Datenlecks und der hohe Kostenpreis sind dafür die meistgehörten Gründe.

Das ist schade, denn diese Zweifel sind oft unbegründet. Cloud-Anwendungen sind genau das Richtige für kleine Betriebe, um einfach, preiswert und zuverlässig ihren IT-Bedürfnissen gerecht zu werden. Vor allem Software-as-a-Service (SaaS) bietet jede Menge Vorteile für KMU.

In diesem Blog umreißen wir die wichtigsten Cloud-Modelle, gehen wir nacheinander ein paar Zahlen durch und entkräften wir schließlich einige hartnäckige Mythen über die Cloud. 

IaaS / PaaS / SaaS

Wir können 3 Arten von Cloud-Modellen unterscheiden:

IaaS:  Bei Infrastructure-as-a-Service wird die gesamte IT-Infrastruktur wie Server, Workstations und Netzwerkkomponenten vom Serviceprovider verwaltet.

PaaS: Bei Platform-as-a-Service wird die Infrastruktur noch immer vom Serviceprovider verwaltet, aber der Benutzer hat die Möglichkeit, darüber hinaus eigene Software zu entwickeln und/oder zu implementieren.

SaaS: Bei Software-as-a-Service erhält der Benutzer in der Regel über einen Webbrowser Zugang zur Software, die auf den Servern des Serviceproviders läuft. Diese Nutzung erfolgt meistens im Rahmen einer Abonnementformel.

SaaS-Zahlen für KMU

Zahlen vom MKB Cloud Barometer 2015 belegen eine recht positive Einstellung der KMU gegenüber SaaS-Lösungen: 46 % der untersuchten Betriebe machen Gebrauch davon. International ist auch eine interessante Korrelation zwischen SaaS-Implementierung und Wachstum bemerkbar, wobei KMU, die 3 oder mehr SaaS-Anwendungen benutzen, durchschnittlich 20 % mehr Wachstum vorweisen als Nicht-SaaS-Benutzer.

Es lohnt sich also, einen Blick auf die Möglichkeiten zu werfen, die SaaS für KMU zu bieten hat. Dazu müssen aber erst ein paar Mythen entkräftet werden. 

Mythos 1: Die Cloud ist unsicher

Dies ist bei weitem der hartnäckigste Mythos. Selbstverständlich hängt die Sicherheit Ihrer wertvollen Daten davon ab, welchen Cloud-Anbieter Sie benutzen. Sind die Daten aber gut verschlüsselt, dann ist deren Sicherheit oft besser gewährleistet als auf einem lokalen Server. 

Was die Verschlüsselung betrifft, gibt es einen Unterschied zwischen ruhenden Daten – inaktiv gespeichert – und Daten im Transit – zwischen Datenzentren untereinander oder zwischen Datenzentrum und Endbenutzer. Vor allem die zweite Form bereitet so manchem IT-Entscheidungsträger Sorgen: was passiert mit meinen Daten, sobald sie auf den Wellen des Internet hinausgesandt werden? Die Antwort ist einfach: sie gehen unter Verschluss. 

Sicherheitsprotokolle wie HTTPS und SSL, erkennbar an dem grünen Schloss und/oder der grünen Adressleiste, sorgen dafür, dass jede Kommunikation zwischen Browser und Webserver aus den Klauen der Hacker bleiben. Jedes SaaS-Tool, das etwas auf sich hält, macht optimal davon Gebrauch und erlaubt keine ungesicherten Verbindungen.

An der Benutzerseite ist MFA (Multi-Factor Authentication) kein überflüssiger Luxus. Dabei haben Sie zwei Authentifizierungsebenen pro Login, genauso wie Sie einen Pinpass und einen Pincode am Pinautomaten brauchen. Wählen Sie also einen Cloud-Anbieter oder ein SaaS-Tool mit dieser Option. Schließlich muss nicht mehr gesagt werden, dass ein starkes Passwort den Schlussstein für Ihre Absicherung bildet. Denn an den Datenverletzungen bei Apple waren keine Hacks der iCloud schuld sondern schwache Passwörter.

Die Absicherung der Infrastruktur der Cloud selbst wird vom Cloud-Anbieter gewährleistet. Die Datenzentren der größten Anbieter werden 24/7 durch Sicherheitspersonal, modernste elektronische Absicherung und MFA-Zugangskontrolle abgesichert. Außerdem werden Sie auch den strengsten, von der amerikanischen Regierung und der Europäischen Union auferlegten Sicherheitsprinzipien gerecht.  

Mythos 2: Die Cloud ist unzuverlässig

Leichter Datenzugriff ist ein Schwerpunkt des Cloud Computing. Logisch also, dass jede Angst über deren Zuverlässigkeit vor allem auf Märchen beruht. 99,999 %: das ist das Ziel, das Cloud-Anbieter hinsichtlich Zuverlässigkeit anstreben. Die besten Schüler der Klasse verfehlen ganz knapp das Ziel. IaaS-Marktführer Amazon Web Services (AWS) EC2 verzeichnete 2014 nur 2,41 Stunden Ausfallzeit über alle Server oder

99,9974 %. Der große Konkurrent Google Compute Services schnitt fast genauso gut ab, mit 4,46 Stunden Ausfallzeit und einem Prozentsatz von 99,9815 %. Zur Veranschaulichung: Microsoft Azure, das Sorgenkind unter den größten Anbietern war mit 40 Stunden Ausfallzeit über das ganze Jahr 2014 noch immer gut für 99,9354 % Zuverlässigkeit.

Aber das schönste an diesen Zahlen ist, dass es gar nicht darauf ankommt. „Embrace failure“ ist eine Säule der Cloud: egal ob es sich um einen Softwarecrash oder einen Hardware- oder Netzwerkfehler handelt, das Risiko, dass etwas schiefgeht, besteht immer. Die Architektur der Cloud und die darauf laufenden Anwendungen müssen damit umgehen können. Netflix arbeitet sogar mit Chaos Monkey, einem Stück Software, das extra Crashes simuliert, um die Netflix-App so fehlertolerant wie möglich zu machen.

SaaS-Anwendungen können in kleine Stücke aufgeteilt werden (sogenannte Microservices), die über mehrere Webserver in verschiedenen Zonen verteilt sind. Dies garantiert, dass die Anwendung weiterläuft, auch wenn eine ganze Serverzone ausfällt.

Nicht überzeugt? Bedenken Sie dann, dass die NASA die Amazon Web Services (AWS) für unter anderem ihre Mission zum Mars nutzt. Wenn es gut genug für die NASA ist, warum dann nicht auch für Ihren Betrieb? 

Mythos 3: Die Cloud kollidiert mit der Datenschutzgesetzgebung

Datenschutz- und Privacy-Gesetze sind je nach Land unterschiedlich und sind nicht immer gleich deutlich. In diesem Punkt widersprechen wir nicht. Aber trotzdem muss dies kein Stolperstein sein. Cloud-Anbieter sind vor allem clevere Betriebe, von denen jeder einzelne der Größte auf dem Markt werden will. Allein die Prognosen für SaaS sprechen von einem Gesamtumsatz von $106 Milliarden für 2016. Also setzen sie alles daran, die strengsten Datenschutzanforderungen innerhalb wie auch außerhalb Europas zu erfüllen.

Für die Europäische Union gelten die Klauseln der EU-Datenschutzrichtlinie und des US-EU Safe Harbour Framework. Außerdem stehen meistens Server auf jedem Kontinent, und die Informationen können auf Wunsch des Abnehmers von einem Datenserver zum anderen übertragen werden. Über die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich Datenstandort und -transfers brauch Sie sich also keine Sorgen zu machen, wenn Sie sich für den richtigen Cloudservice entscheiden. 

Mythos 4: Die Cloud ist teuer

Völlig falsch. Die Cloud ist sehr demokratisch: die technologischen Anforderungen großer Unternehmen treiben die Innovation der Cloud voran, und kleinere Betriebe profitieren von diesem Fortschritt zu einem erschwinglichen Preis. Dies resultiert in Speicherkapazität und Sicherungsebenen, die in einem physischen Datenpark oder Serverraum für kleine Unternehmen nahezu unbezahlbar wären.

Denn die verborgenen Kosten des sogenannten „on-premise“ IT werden schnell vergessen: Installation, Lizenzen, Wartung, Updates, spezialisiertes IT-Personal usw. In der Cloud hingegen zahlen Sie nur für das, was Sie verbrauchen, müssen Sie nicht in Hardware investieren und kosten Updates Sie keine Handvoll Geld. Der knallharte Konkurrenzkampf in der Cloud drückt die Preise Jahr für Jahr nach unten.

„Und wenn Sie keine Datenspeicherung suchen sondern nur eine SaaS-Lösung.“ Dann ändert sich nichts an der Situation: das Geld, das ein vertrauenswürdiger SaaS-Anbieter spart, indem er seine Software in der Cloud laufen lässt, schlägt sich auf Ihr Unternehmen nieder. Sie profitieren also mit. 

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