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Wo geht die Reise hin? Kommende Meilensteine für Teamleader

Amon Menzel Amon Menzel on 15.01.2018 13:00:00 in Digitalisierung & Produktivität

Wo geht die Reise hin? Kommende Meilensteine für Teamleader

Was wollen wir mit Teamleader erreichen? Was war in den vergangenen fünf Jahren sowie 2017 unser Produktschwerpunkt? Wir haben mit CEO Jeroen De Wit, CPO Andreas Creten und CTO Tom Schouteden über die künftige Produktvision von Teamleader gesprochen.

Jeroen, du hast immer wieder betont, dass Teamleader aus dem Kundenfeedback heraus entwickelt wurde. In der Zwischenzeit ist der Kundenstamm enorm gewachsen. Ist es immer noch machbar, zu hören, was jeder einzelne Kunde sagt?

Jeroen: „Ganz am Anfang haben die Vertriebler und ich das Feedback von unseren ersten Kunden mit ins Büro gebracht. Was davon machbar war, haben wir für unser Produkt umgesetzt und darüber in unseren Feature-Friday-Blogs und unseren Newslettern berichtet. Mit wachsender Kundenzahl ist es zunehmend schwierig geworden, das so beizubehalten.“

„Feedback zu bearbeiten dauert heute länger als früher. Ein größerer Kundenstamm und die Verfügbarkeit von mehr Nutzerdaten haben jedoch auch den Vorteil, dass wir unsere Entscheidungen nun auf tatsächliche Trends im europäischen Markt stützen können. Wir können Einzelwünsche schneller herausfiltern, was für den betroffenen Kunden vielleicht ärgerlich ist. Aber auf lange Sicht profitiert die Mehrzahl unserer Kunden davon. So bleibt die Anwendung skalierbar und leichter zu pflegen.“

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Auch intern ist Teamleader enorm gewachsen. Wie sieht das Produktteam heute aus?

Jeroen: „2017 war ein wichtiges Jahr für unser Team. Unser Produkt- und Entwicklungsteam hat sich mehr als verdoppelt: von 13 auf 30 Mitarbeiter. Die richtigen Leute zu finden, um das Team zu stärken, war eine wichtige erste Phase. Ich finde, das haben wir ganz gut geschafft. 2018 wird diese Expansion auch für unsere Kunden sichtbar: neue Features, eine neue mobile App und API und noch viel mehr.“

Es wird viel gemunkelt, Teamleader habe sich in den vergangenen Monaten kaum weiterentwickelt...

Andreas: „Ich kann verstehen, dass einige Kunden diesen Eindruck haben. Aber es hat sich trotzdem viel verändert: Zum einen haben wir den Marketplace und die neue Projektplanung auf den Weg gebracht, und zum anderen hat sich auch unter der Oberfläche einiges getan. Ein Großteil des Codes, aus dem Teamleader gebaut ist, ist umgeschrieben worden, und wir haben soeben eine neue API eingeführt, mit der sich neue Features viel schneller bauen lassen.“

"Ein Großteil des Codes, aus dem Teamleader gebaut ist, ist umgeschrieben worden, und wir haben soeben eine neue API eingeführt, mit der sich neue Features viel schneller bauen lassen." - Andreas Creten, CPO

Jeroen: „Ich möchte den Empfindungen unserer Nutzer nicht widersprechen, aber würde doch gerne Folgendes hinzufügen: Es mag sein, dass Teamleader sich nicht so sehr weiterentwickelt hat, aber der neue Changelog in unserer Anwendung, der Nutzer über alle kleinen und großen Änderungen informiert, trägt sehr zu einer transparenteren Kommunikation mit unseren Kunden bei.“

Dev_Teamleader_IMG_6343.jpgTom: „Vielleicht schauen wir hier gerade auch ein bisschen zu sehr auf Belgien. Von unseren italienischen, spanischen und französischen Nutzern hören wir was ganz anderes: In den letzten Monaten haben wir uns besonders um einige Anfragen aus diesen Ländern gekümmert. Das ist dann natürlich in Belgien, wo immer noch unser größter Markt ist,  oder Deutschland nicht  so sichtbar, aber natürlich versuchen wir auch, die Bedürfnisse unserer internationalen Nutzer zu befriedigen.“

Jeroen: „Früher sind wir mehr auf Einzelanfragen eingegangen. Heute geht es uns mehr darum, Prozesse zu verbessern, und wir versuchen, eine Frage wirklich von vorn bis hinten zu durchdringen. ‚Wovon kann die Mehrzahl unserer Kunden profitieren?‘ Das ist eine der zentralen Fragen, die wir uns immer wieder stellen.“

Als Teamleader 2012 auf den Markt kam, war das Tool als Komplettlösung für KMUs ziemlich innovativ. Jetzt sind fünf Jahre vergangen: Ist Teamleader nach wie vor ein relevanter Player auf dem Mark?

Jeroen: „Ich finde, die Erfolgsgeschichten unserer Kunden sprechen da für sich. Das soll aber nicht heißen, dass wir uns auf unseren Lorbeeren ausruhen können. Im Gegenteil, wir müssen in die Zukunft schauen und dafür sorgen, dass wir auch in den kommenden fünf Jahren und darüber hinaus relevant bleiben.“

Andreas: „Das mit der Plattform bleibt sehr wichtig für uns: die Entwicklung von Teamleader als Produkt zu einer Plattform, die andere Anwendungen integrieren kann, um nahtlose Arbeitsprozesse zu unterstützen. Obwohl es immer leichter wird, unterschiedliche Tools miteinander zu verknüpfen, stellen wir fest, dass manche Unternehmen sich damit schwertun. Hier sticht unser Marketplace hervor: Mit dem Plug-and-Play-Prinzip kann man neue Anwendungen schnell und ohne technische Unterstützung in den Workflow integrieren. Seit der Markteinführung im Mai hat sich auch die Zahl der Apps vergrößert, Dutzende neuer Integrationen stehen jederzeit zur Verfügung.“

„Künftig wird es bei Teamleader weniger um einzelne Funktionalitäten oder Module gehen. Der Mehrwert wird darin liegen, wie wir Unternehmen dabei unterstützen können, smarter zu arbeiten: Was haben sie für Prozesse, wie können wir diese optimieren, welche Aufgaben müssen erledigt werden? Das ist unsere langfristige Herausforderung.“

Tom: „Meiner Meinung nach war (und ist) Teamleader vor allem deshalb innovativ, weil es sich um eine SaaS-Lösung handelt. Vor 5 Jahren war das keine Selbstverständlichkeit, und ganz bestimmt nicht für den KMU-Markt. Aufbauend auf der Strategie, Teamleader als Plattform zu entwickeln, ist nun der nächste Schritt, mehr datengestützte Entscheidungen zu treffen. Wir machen da gerade unsere ersten Schritte: Wie kann die Analyse von Daten einen Mehrwert für unsere Kunden darstellen?“

Entscheidungen aufgrund von Daten treffen, bedeutet das so viel wie KIoder künstliche Intelligenz?

Tom: „Das halte ich persönlich für einen gefährlichen Begriff. Man hört ihn heute überall. Technisch kann man das vielleicht so nennen, obwohl der Begriff ‚maschinelles Lernen‘ eher trifft, was wir tun. Man muss erstmal krabbeln lernen, bevor man rennen kann. Es geht hier also eher um Data Science. Erkenntnisse aus Daten zu extrahieren und zu schauen, wie wir unseren Kunden dabei behilflich sein können.“

Tom, du bist gerade als CTO bei Teamleader eingestiegen. Was ist die größte Herausforderung?

Dev_Teamleader_IMG_6316.jpgTom: „Ich glaube, meine größte Herausforderung ist die gleiche wie die anderer CTOs: Wie kann ein erfolgreiches Unternehmen mit exponentiellem Wachstum umgehen? Um mit diesem Wachstum umgehen zu können, brauchen wir mehr Software-Entwickler. Leider ist es schwieriger, die richtigen Leute zu finden, als wir das gerne hätten.“

„Gerade bei den Prozessen sehe ich eine echte Herausforderung. Ein kleines Team arbeitet schon per definitionem agil und kann schnell reagieren. Bei einem größeren Team ist das gleich schwieriger, und wenn die Teamkollegen in verschiedenen Ländern sitzen, kommt noch mal eine Komplexitätsstufe hinzu. Unsere sich verändernden Prozesse wirken sich darüber hinaus auch auf unsere Product Roadmap aus: Wie können wir sie visualisieren, nicht nur intern, sondern auch für unsere Nutzer? Welche neuen Features und Anpassungen können sie in den nächsten 3 bis 6 Monaten erwarten? Und vor allem: Wie können wir diese Versprechungen auf konsistente Weise erfüllen?“

Können die Kunden denn schon irgendwo auf diese Product Roadmap zugreifen?

Tom: „Im Moment ist sie noch nicht verfügbar, aber wir haben es uns zum Ziel gemacht, sie künftig zugänglich zu machen.“

Jeroen: „Ich denke, wir können hier in naher Zukunft mit den Kunden zu kommunizieren. Zuallererst bedeutet das aber, intern noch stabilere Prozesse zu etablieren, und daran arbeiten wir gerade intensiv.“

Andreas: „Viele Kunden nutzen noch gar nicht das ganze Potenzial von Teamleader aus. Die Frage ist also nicht nur, welche neuen Funktionalitäten wir noch auf den Markt bringen sollten, sondern wie wir dafür sorgen können, dass jeder Anwender in seinem Unternehmen den maximalen Nutzen aus Teamleader zieht. Oft fragen Kunden nach Funktionalitäten, die schon längst verfügbar sind. Wir müssen ein besseres Verständnis davon entwickeln, wofür die Nutzer Teamleader einsetzen wollen, damit wir ihnen in diesem Prozess einen Schritt voraus sein können.“

Tom: „Ich sehe Teamleader auch als eine Art Coach oder Mentor. Für viele Unternehmen ist Teamleader das erste digitale Produkt, mit dem sie arbeiten. Das ist also eine tolle Gelegenheit, sie dabei zu unterstützen, das volle Potenzial der Digitalisierung zu entdecken. Nicht nur in Bezug auf Features, sondern auch auf die Art, wie wir smarter arbeiten.“

Worauf können sich Kunden in der ersten Jahreshälfte 2018 freuen?

Dev_Teamleader_IMG_6336.jpgTom: „Unsere neue mobile App wird herauskommen. Ursprünglich hatten wir sie noch für Ende 2017 versprochen. Das wäre natürlich auch machbar gewesen, wäre aber auf Kosten der Funktionalität gegangen. Daher haben wir entschieden, uns erst noch um die Feineinstellungen der App zu kümmern, bevor wir damit an die Öffentlichkeit gehen. In den letzten paar Monaten haben wir auch viel Energie in unsere neue API gesteckt. Davon haben die Kunden nichts mitbekommen, aber sie wird uns künftig ermöglichen, neue Features schneller zu entwickeln, also wird sie sich auch für unsere Nutzer auszahlen. “

Andreas: „Um auch nochmal aufs Visuelle zu kommen: 2018 wird die Anwendung nach und nach ein neues Design bekommen. Mit dem neuen Rechnungsstellungsmodul und der Navigation geht es los. Dann kommt der Kalender und dann nach und nach die übrige Anwendung. Das Aussehen des Produkts wird für viele Kunden ein Fortschritt sein. Unser Ziel ist eine bessere User Experience, mehr Bedienkomfort und intuitivere Handhabung.

 

Über Jeroen De Wit - CEO

1_OK_Jeroen_de_Wit_WEB__MG_3785.jpgSelbst wenn er nicht schlafen müsste, wäre ein Tag mit 24 Stunden so gerade eben genug für diesen Mann. Sein Ideenfluss scheint kein Ende zu kennen, und er ist stolz darauf, immer genau über alles Bescheid zu wissen, was in seinem Unternehmen gerade läuft. Und das will was heißen, wenn man bedenkt, dass die Frage ‚Wer fängt nächste Woche neu bei uns an?‘ zum Standard der wöchentlichen Gruppentreffen gehört. Und nicht nur im beruflichen Bereich sticht er hervor: Wenn er mal ein Wochenende frei hat, was selten genug vorkommt, reitet er voller Begeisterung auf seinem italienischen Pferd durch die Hügel. .

Über Tom Schouteden - CTO

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Schonmal jemanden mit einem Antwerpener Akzent bei uns im Büro gehört? Dann muss das Tom gewesen sein. In seiner Freizeit kann man ihn auf einem Brett antreffen, sei es beim Snowboarding oder beim Kitesurfing. Es sollte keine allzu große Überraschung sein, dass er alle Technik-News aufmerksam verfolgt – nicht nur beruflich, sondern auch als Hobby. Und wenn Sie sich gerne leidenschaftlich über Technologie unterhalten, dann können Sie bei Teamleader unter ziemlich vielen geeigneten Gesprächspartnern wählen, aber bei Tom können Sie sich auf ein interessantes Gespräch verlassen.

 

Über Andreas Creten - CPO

Andreas.jpgManche behaupten, er arbeite an tausend Projekten gleichzeitig. Wir haben das überprüft. Es sind tausendundeins. Als jemand, der ständig nach Möglichkeiten und Gelegenheiten sucht, einen seiner Kollegen herauszufordern, ist er wahrscheinlich zugleich die meistgeliebte und -gehasste Person bei madewithlove, dem Unternehmen für App-Entwicklung, das er mitbegründet hat (besonders wenn er sagt: „Mach es doch einfach so“). Wenn Andreas nicht Zeit mit Frau und Tochter verbringt, coacht er Führungskräfte auf den Pisten der Alpen oder beim Segeln über die Weltmeere... oder wird von irgendeinem Code abgelenkt, der unbedingt geschrieben werden muss.